Kategorie-Archiv: Mannschaften

Bitteres Aus gegen Titelverteidiger!

Am 19.11.2017 fand die erste Runde im Schwäbischen Mannschaftspokal statt. Dabei spielten die Vereine aus Nordschwaben, Mittelschwaben und Augsburg am zentralen Ort bei uns in Klosterlechfeld, die südschwäbischen Vereine in Grönenbach. Allerdings muss man hier anmerken, dass sich die Einteilung, gerade hinsichtlich der Mannschaftsstärken, nicht ganz erschließen lässt.

In der Auslosung hatten wir leider wenig Glück, denn uns wurde der Titelverteidiger aus Kötz/Ichenhausen zugeteilt.  Aber auch die anderen Begegnungen hatten es in sich, wenn man mal nur das Duell SF Augsburg gegen Rochade Augsburg betrachtet, was sicherlich auch ein Finale sein könnte.

Nichts desto trotz waren wir sehr gut aufgestellt: Alex, Hans, Jonathan und Wolfgang sollten an den vier Brettern für das Weiterkommen sorgen. Auch der Verlauf der einzelnen Begegnungen war zunächst sehr vielversprechend. Jonathan hatte sich eine gute Stellung mit Schwarz erspielt und erklärte mir im Nachhinein, dass auch ein Bauerngewinn möglich gewesen wäre. Leider unterlief ihm in Zeitnot ein Fehler, bei dem die Dame verloren ging – 0:1. Wolfgang befand sich ebenfalls in einer guten Stellung mit Angriff auf den König, jedoch blieb diese Partie zweischneidig. Alex hatte früh einen Bauern gewonnen und suchte nach weiteren Möglichkeiten den Vorteil auszubauen. Hans erspielte sich eine tolle Stellung, bei der er eine Qualität opferte, aber dafür einen sehr gefährlichen Königsangriff mit seinem Läuferpaar bekam. Außerdem sollten mindestens drei Bauern dazukommen. Was in der Folge geschah, war leider nicht zu erwarten… Hans spielte seinen Angriff perfekt weiter, sein Gegner wartete nur noch auf den letzten K.O.-Schlag. Leider verpasste er den Moment, das Spiel zum richtigen Zeitpunkt abzuwickeln und machte zudem einen schwerwiegenden Fehler, der sogar zum Partieverlust führte. Auch bei Wolfgang ging in der Zeitnot die Qualität verloren. Das anschließende Endspiel war tatsächlich nicht zu halten – 0:3. Alex konnte gegen seinen deutlich schwächeren Gegner erst nach der Zeitnotphase den Vorteil klar ausbauen, davor muss man sagen, dass sein Gegner sehr gut gespielt hatte. Er gab nach dem 0:3 auf, da der Wettkampf bereits entschieden war. Damit war das bittere Aus in Runde 1 besiegelt.  Aber die nächste Meisterschaft steht bereits an: die Mittelschwäbische und Schwäbische Mannschaftsblitzmeisterschaft am 03.12.2017 in Landsberg. Hier wollen wir natürlich auf mittelschwäbischer Ebene den Titel verteidigen und in Schwaben wieder für Furore sorgen.

1. Runde (19.11.2017)

Brett

Heimmannschaft

DWZ

Gastmannschaft

DWZ

Ergebnis

SC Dietmannsried I

1704

Post-SV Memmingen I

1815

2 : 2

1

Martin, Paul

1884

Schweizer, Manfred

1997

½ : ½

2

Dekov, Bozhidar

1723

Zimmermann, Jens

1764

½ : ½

3

Czitron, Gerhard

1546

Pfalzer, Helmut

1773

0 : 1

4

Natterer, Winfried

1661

Lehmann, Jörg

1727

1 : 0

SC Dietmannsried II

1316

ASV Martinszell

1242

1 : 3

1

Sonnberger, Julian

1491

Lechner, Toni

1586

0 : 1

2

Buchka, Josef

1264

Gröger, Hannah

1318

0 : 1

3

Gottwald, Christoph

Stepanek, Vladimir

1297

0 : 1

4

Sichler, Stephan

1192

Köberle, Alois

768

1 : 0

Post-SV Memmingen II

1399

SF Bad Grönenbach I

1797

0,5 : 3,5

1

Maul, Andreas

1270

Walz, Robert

1907

0 : 1

2

Duvnjak, Pero

1607

Schiegg, Peter

1911

0 : 1

3

Bajram, Sulejmoni

Beckert, Armin

1691

0 : 1

4

Albrecht , Tobias

1319

Wibel, Stefan

1678

½ : ½

SF Bad Grönenbach II

1586

SK Immenstadt 09

1599

1 : 3

1

Schrinner, Stefan

1656

Riegger, Harry

1757

– : +

2

Schmidt, Alfred

1645

Alt, Karl-Heinz

1659

½ : ½

3

Buhn, Reinhard

1589

Dillinger, Hans

1508

½ : ½

4

Thielke, Pascal

1455

Pott, Dirk

1470

0 : 1

SG Kötz/Ichenhausen

1749

SK Klosterlechfeld

1951

3 : 1

1

Echerer, Thomas

1197

King, Alexander

2071

0 : 1

2

Bühler, Florian

2040

Dr. Hornung, Hans

1956

1 : 0

3

Giannino, Domenico

2015

Kölbl, Jonathan

1903

1 : 0

4

Fax, Peter

1743

Kölbl, Wolfgang

1873

1 : 0

SK Buchloe

1787

TSV Haunstetten II

1643

1 : 3

1

Kugelmann, Joachim

1893

Bindl, Roland

2071

0 : 1

2

Keller, Alexander

1865

Beck, Gerald

1921

0 : 1

3

Kutter, Andreas

1702

Miletic, Alexander

1484

0 : 1

4

Pracht, Alexandra

1689

Weise, Sven

1096

1 : 0

SK Rochade Augsburg

1979

SF Augbsurg

1928

1,5 : 2,5

1

Zehrfeld, Thorsten

2117

Vuckovic, Zarko

2098

0 : 1

2

Schmidt, Olaf

2016

Weller, Uli

1964

0 : 1

3

Birth, Waldemar

2012

Schindler, Alexander

1776

½ : ½

4

Lapin, Oleg

1770

Schädler, Andreas

1872

1 : 0

TSV Haunstetten I

SK Mering

4 : 0 kl

Sieg in der Schwabenliga I gegen Aichach

Aichach hat zwei wertvolle Führungsspieler für diese Saison verloren. Somit hatten wir die berechtigte Hoffnung in der zweiten Runde zu punkten. Ich nehme es vorneweg: unser Sieg fiel hinterher etwas höher als es der Spielverlauf zwischendurch vermuten ließ.

Lorenz an Brett 5 eröffnete den Reigen der Siegpartien, als er gegen eine als „sicher“ geltende Variante im Caro-Cann einen starken Ablenkungszug des schwarzfeldrigen Verteidigungsläufers fand. Diese Abwicklung führte dazu, dass die schwarze Königsstellung auf den schwarzen Feldern anfällig wurde, vor allem auch deswegen, weil die gegnerische Dame auf a5 nicht am Königsflügel mithelfen konnte. Nach einer genauen Angriffsfolge war klar, dass der Punkt f6 mit Schach fallen würde und damit der schwarze König den weißen Schwerfiguren hilflos alleine gegenüberstand.

Die anderen Partien waren zu diesem Zeitpunkt alle heiß umkämpft, so dass noch offen war, wie’s in Summe für die Mannschaften ausgehen würde.

Wolfgang an Brett 8 gewann in der Eröffnung einen Bauern, jedoch gegen zwei Tempi. Da zugleich ein früher Damentausch statt gefunden hatte, konnte er seine Stellung nach und nach konsolidieren. In positioneller Lehrart brachte er seine beiden Türme vertikal in Stellung, während Weiß mit den Türmen passiv auf der Grundlinie verharrte. Mit dem Sprengungszug schwarze Bauer e5 gegen weißer Bauer d4 war die Partie entschieden, da Wolfang einen weiteren Bauern in positionell überlegener Stellung gewonnen hätte. Sein Gegner gab auf.

Jonathan an Brett 4 hatte nach dem Gefühl des Berichterstatters die leicht bessere Stellung, nur hatte Jonathan in einem komplexen Handgemenge mit vielen Optionen nur noch sehr wenig Zeit. Jonathan musste dann leider dieser dem Zeitproblem Tribut zollen und verlor seine Partie unglücklich.

Helmut an Brett 7 spielte seine gewohnt sichere Eröffnung mit einem fianchierten Läufer. Es entstand eine sehr komplexe Stellung vor der Zeitnotphase und Helmut bot mit einem Qualitätsopfer Remis durch fortlaufende Schachs an. Sein Gegner wollte mehr und überzog die Stellung. Sein Gegner hatte nicht bedacht, dass nach dem Tausch der wichtigsten Angriffsfiguren das Endspiel mit Turm mit Springer gegen Turm mit Läufer technisch leicht für Helmut mit seinen Mehrbauern gewonnen. Nachdem Helmut eine letzte kleine Mattfalle vermieden hatte, gab sein Gegner auf.

Stefan an Brett 6 hatte eine leicht vorteilhafte Stellung erreicht, weil er den weißen Bauer auf c4 bedrohen konnte. Es kam jedoch zum Damentausch auf d5, so dass der „befragte“ Bauer von c4 nach d5 „flüchten“ konnte. Dass danach verbliebene Turmendspiel und jeweils schwarzfeldriger Läufer wurde von beiden Spielern als Remis bewertet.

Kurios ging es an Brett 3 zu. Pawel hatte eine herausragend gute Stellung erreicht und zwei Bauern erobert. Schwarz drohte dafür, seinerseits mit Schwerfiguren den weißen König zu erobern. Dieses „Problem“ hätte Pawel vermeiden können, wenn er, statt einen dritten Bauern auf der a-Linie zu „räubern“, Stellungs- und somit Königssicherung mit Turm zurück nach c3 gespielt hätte. Daher konnte Schwarz ein Scheinopfer bringen, was Pawel in einen materiellen Nachteil brachte. Bevor Schwarz den 40-sten Zug ausführen konnte, fiel dessen Uhr, was durch Unterbrechung der Partie mit Nachspielen an einem Nebenbrett bewiesen wurde. Ein Sieg durch Zeitüberschreitung, sozusagen in letzter Sekunde!

Alexander am Spitzenbrett spielt gegen eine Bauernformation mit hängenden Bauern. Da Alexander ständig Druck auf diese beiden Bauern ausübte, konnte er im ersten Schritt einen Bauern gewinnen. Danach (=nach Materialvorteil von einem Bauern auf der Damenflügelseite) spielte er technisch sehr fein diesen Mehrbauern aus, indem er mit seinen Figuren weiter in die gegnerische Stellung vordringen konnte. Dies verhalf ihm dann zu einem weiteren Mehrbauern, dieses Mal auf der Königsflügelseite. Letztlich blieb am Ende des Damentausches ein Turmendspiel mit zwei verbunden Mehrbauern auf Alexanders Seite. Ein Meisterstück des feinen Positionsspiels!

Die Partie von Hans hatte den kleinen Makel einer ungenauen Zugfolge. Hans hatte zunächst in glänzender Manier seine Dame gegen Turm und Figur gegeben; seine Figuren beherrschten das Brett. Im Gefühl des sicheren Sieges konnte Weiß mit der Dame matt auf g7 in einem Zug drohen. Zum Glück für Hans -ein Wortspiel oder Wahrheit- schlug sein Gegner nach dem Bauernschach auf e2 diesen Bauern, so dass Hans mit Sf4 „Schach“ und Se6 deckt g7 wieder auf die Siegesspur zurückkam, da Springer und Turm nun seine Bauern voranbringen konnten. Hier bleibt nur das bayerische Lob: „Passt scho’!“

Wie daher geschildert, hätte die eine oder andere Siegpartie gegen uns oder zumindest als Remis ausgehen können. Umgekehrt hätte Jonathan für seine schöne Partie mindestens auch ein Remis verdient gehabt. Es gilt, wie immer nach einer Mannschaftsrunde: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“ Wir freuen uns über dieses tolle Mannschaftsergebnis mit vielen guten Kampfpartien.

4 BC Aichach 1917 DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 1½ – 6½
1 1 Glaser, Christian 2013 1 King, Alexander 2071 0 – 1
2 2 Martin, Michael 1988 2 Hornung, Hans, Dr. 1956 0 – 1
3 4 Jacob, Dominik 1937 3 Poniatowski, Pawel 2079 0 – 1
4 5 Lenz, Bernhard 1905 5 Kölbl, Jonathan 1903 1 – 0
5 6 Schröder, Frank 1878 6 Heinrich, Lorenz 1922 0 – 1
6 7 Probsdorfer, Günther 1800 7 Winterkamp, Stefan 1910 ½ – ½
7 8 Rindfleisch, Hans-Georg 1807 8 Heinrich, Helmut 1870 0 – 1
8 11 Oelrich, Andreas 1799 10 Koelbl, Wolfgang 1873 0 – 1
Schnitt: 1890 Schnitt: 1948
2. Runde am 12.11.17 |
1 Post-SV Memmingen SK Krumbach 4½ – 3½
2 SC Kempten 1878 SC Königsbrunn 2½ – 5½
3 SC Friedberg SF Augsburg 4½ – 3½
4 BC Aichach 1917 SK Klosterlechfeld 1½ – 6½

Schwabenliga 1       2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. Post-SV Memmingen ** 4 – 0 11,0 – 5,0
2. SC Friedberg ** 4 – 0 10,0 – 6,0
3. SF Augsburg ** 2 – 2 10,0 – 6,0
3. SK Klosterlechfeld ** 2 – 2 10,0 – 6,0
5. SK Krumbach ** 2 – 2 8,0 – 8,0
5. SC Königsbrunn ** 2 – 2 8,0 – 8,0
7. SC Kempten 1878 ** 0 – 4 4,0 – 12,0
8. BC Aichach 1917 ** 0 – 4 3,0 – 13,0

 

 

Klosterlechfelder Schachjugend erfolgreich

Bei der diesjährigen mittelschwäbischen Schacheinzelmeisterschaft der Jugend nahmen insgesamt 29 Jugendliche aus fünf Vereinen teil. Dieses Turnier ist zugleich für die drei Erstplatzierten jeder der fünf Altersklassen die Qualifikation für die schwäbischen Meisterschaften.

Der Schachklub Klosterlechfeld stellte die meisten Teilnehmer und war am Ende mit zwei Meistern und vielen zweiten und dritten Plätzen auch der erfolgreichste Verein.

In der Altersklasse unter 16 Jahren spielte Yannick Immler ein tolles Turnier. In 4 Spielen gab er nur einen halben Punkt ab und freute sich über seinen ersten Titel im Schach.

Ida Winterkamp erspielte sich in der U12 im 7-köpfigen Teilnehmerfeld die volle Punktzahl. Sie konnte somit ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Anna-Lena Dietrich teilte sich hier mit zwei anderen Spielern den vierten Platz.

Leon verlor in der U10 nur gegen den späteren Sieger und wurde Vizemeister. Peter Fischer wurde in seinem allerersten Schachturnier geteilter Dritter. Leider verlor er knapp den Stichkampf um die Qualifikation für die schwäbische Einzelmeisterschaft. Auch Connor Immler spielte sein erstes Turnier und wurde Fünfter.

Marcel und Pascal King errangen in der U18 den zweiten und dritten Rang. In dieser Altersklasse wurde das gute Lechfelder Ergebnis durch den vierten Platz von Jonathan Weber abgerundet.

In der U14 belegten den zweiten und dritten Platz ebenfalls zwei Lechfelder Spieler. Lennox Immler hatte am Ende einen halben Punkt Vorsprung vor Julian Dietrich. Simon Kuhn wurde Achter.

Somit können gleich sechs Klosterlechfelder zur schwäbischen Meisterschaft fahren, die in den Faschingsferien stattfinden wird.

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Knappe Niederlage in der Schwabenliga I

gegen Krumbach zum Saisonauftakt

Krumbach war der gewohnt gute Gastgeber, der mit Wurst- und Käsesemmeln sowie Gebäck für das leibliche Wohl vorgesorgt hatte. Es war von Anfang an klar, dass die spielstarke Mannschaft von Krumbach zum Saisonauftakt in der Schwabenliga I ein harter Prüfstein werden würde. Gerade wegen solcher „Härteteste“ haben wir uns letztes Jahr den Aufstieg von der Schwabenliga II in die Schwabenliga I gewünscht und erkämpft.

An Brett 1 spielte Alexander gegen die Fidemeisterin Nadja Jussopow. Es kam zu einer Eröffnung mit frühem Damentausch. Da es im verbleibenden Figuren- und Turmendspiel nur eine offene Trennungslinie gab, neutralisierte sich die Stellung. Beide einigten sich auf ein Remis.

Lorenz an Brett 5 wurde in der Eröffnung von einem starken Qualitätsopfer überrascht, das Schwarz nach dem gleichzeitig erzwungenen Damentausch sehr starkes Figurendspiel gab. Nach einem Übersehen verlor Lorenz zudem die Qualität; dafür gab es im Turm-Läufer-Bauernendspiel ungleichfarbige Läufer. Lutz fand jedoch eine technisch unwiderstehliche Abwicklung. Lorenz gab auf.

Besser machte es Jonathan als sein Tischnachbar an Brett 4. Bei ungleichmäßigen Rochaden, Jonathan hatte mit Schwarz kurz rochiert, sein Gegner wählte die lange Rochade, kommt es meist zu schnellen Angriffen und die Frage ist, welche Farbe den besseren Angriff vorbringen kann? Hier war es ganz klar Jonathan, der seine Dame nach a2 stellen konnte, mit dem Fianchettoläufer von g7 Druck auf b2 machte und zudem die c- und d-Turmlinien auf die weiße Königsstellung einwirkte. Es kam zu einer wunderschönen Überlastung der weißen Stellung auf c2.

Damit war der Zwischenstand 1,5 zu 1,5. Es blieb spannend, weil an allen Brettern hart um kleine und größere Vorteile gekämpft wurde.

Leider kam Manuel, der dankenswerterweise an Brett 8 aushalf, deswegen in Nachteil, weil sein Turm im Turm-Läufer-Bauernendspiel sowohl den Bauer auf a4 decken musste als auch das Einbruchsfeld des weißen Turms über g5 nach g7 abwehren musste. Diese Überlastung kostete zunächst einen Bauern und nach dem weiteren Bauernvormarsch dann die Partie.

Helmut an Brett 7 hatte von der Eröffnung bis ins Endspiel eine ausgeglichene Stellung. Als sein Gegner den Damentausch unglücklich abwickelte, gewann Helmut einen Bauern. Das verbliebene Läufer-Bauern-Endspiel war dann klar gewonnen, da einerseits der Bauer ein Mehrbauer war und Helmut den aktiveren Läufer hatte.

Neuer Zwischenstand somit 2,5 zu 2,5

Hans an Brett 2 hatte eine komplexe Stellung, die in der Bewertung nach der Partie kontrovers diskutiert wurde. Hans hatte in der Brettmitte aktives Spiel, während sein Gegner konsequent die h-Linie mit Schwerfiguren besetzte. Da dies fortlaufend mit Mattdrohungen verbunden war, war im Ergebnis die weiße Stellung effektiver, zumal sein Gegner für latente Durchbrüche in der Mitte genügend überdeckt hatte. Die schwarze Stellung war am Ende nicht mehr zu halten.

Damit war Krumbach in Führung.

Stefan an Brett 6 hatte zwischenzeitlich eine Qualität mehr. Diese Qualität hatte sein Gegner „investiert“, weil er damit aktives Gegenspiel bekam statt einer positionellen Ruine, wenn er die Qualität nicht gegeben hätte. Stefan musste dann gegen die heranstürmenden Bauern auf dem Damenflügel eine Figur opfern und hatte dann die undankbare Aufgabe, mit dem Turm gegen das Läuferpaar kämpfen zu müssen. Am Ende entstand eine Art Zugzwangstellung, wobei der Turm den weißen Läufer keine Felder ließ oder der letzte Bauer würde fallen. Remis.

Die spannendste Partie lieferte sich an diesem Tag Pawel an Brett 3 mit seinem Gegner, als ein Turmendspiel mit Bauern entstanden war, wobei Pawel einen direkten Freibauern auf dem Königsflügel hatte. Beide Spieler beherzten dabei die komplexen Grundlagen im Turmendspiel, wonach aktives Spiel unerlässlich ist und senkrechte und waagrechte Sperren beherrscht werden müssen. Schwarz konnte zwar den Freibauern von Pawel auf dem Königsflügel nur unter Turmopfer aufhalten, nur zugleich hatte Schwarz mit zwei Freibauern plus aktivem König auf dem Damenflügel bereits ein taktisches Gegengewicht geschaffen, was wiederum Pawel seinen Turm kostete. Ein für beide Spieler hat erkämpftes Remis.

Damit war unsere knappe Niederlage besiegelt.

1. Runde am 22.10.17 |
1 SK Krumbach DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 4½ – 3½
1 1 Jussupow, Nadia 2097 1 King, Alexander 2060 ½ – ½
2 3 Lutz, Albert 2067 2 Hornung, Hans, Dr. 1981 1 – 0
3 4 Link, Ulrich, Dr. 1990 3 Poniatowski, Pawel 2079 ½ – ½
4 5 Maurer, Rainer 1855 5 Kölbl, Jonathan 1904 0 – 1
5 6 Riedel, Lutz 1908 6 Heinrich, Lorenz 1922 1 – 0
6 7 Gulde, Josef 1780 7 Winterkamp, Stefan 1910 ½ – ½
7 8 Schaumann, Eugen 1688 8 Heinrich, Helmut 1870 0 – 1
8 10 Fischer, Ernst 1846 11 Jahn, Manuel 1767 1 – 0
Schnitt: 1903 Schnitt: 1936

Alle Ergebnisse:

1. Runde am 22.10.17 |
1 SK Krumbach SK Klosterlechfeld 4½ – 3½
2 SF Augsburg BC Aichach 1917 6½ – 1½
3 SC Königsbrunn SC Friedberg 2½ – 5½
4 Post-SV Memmingen SC Kempten 1878 6½ – 1½

Schwabenliga 1       2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Augsburg ** 2 – 0 6,5 – 1,5
1. Post-SV Memmingen ** 2 – 0 6,5 – 1,5
3. SC Friedberg ** 2 – 0 5,5 – 2,5
4. SK Krumbach ** 2 – 0 4,5 – 3,5
5. SK Klosterlechfeld ** 0 – 2 3,5 – 4,5
6. SC Königsbrunn ** 0 – 2 2,5 – 5,5
7. SC Kempten 1878 ** 0 – 2 1,5 – 6,5
7. BC Aichach 1917 ** 0 – 2 1,5 – 6,5

Aufstieg in die Schwabenliga I gegen Mindelheim 6:2 erkämpft

Vor der letzten Runde der Schwabenliga II-Süd war die Ausgangslage so, dass vier Mannschaften punktgleich die Chance auf den Aufstieg hatten. Im Verhältnis zwischen Mindelheim und Klosterlechfeld war es ein direktes Kräftemessen. Als „Fernduell“ waren zugleich die Schachfreunde auf Kaufbeuren und Bad Grönenbach mit im Rennen.

Schon bei der Anfahrt waren die wehrhaften Zinnen der Mindelburg zu sehen; es war klar: dieser Mannschaftskampf wird kein Zuckerschlecken und schon gar niemals nicht ein Wunschkonzert. Alle Mannen gingen konzentriert an die jeweilige Schachpartie, da allen die geschilderte Ausgangslage klar war.

An Brett 8 zeigte Pawel enorme Stärke, als er mit einem Scheinopfer begann, die Schwierigkeiten in der weißen Stellung aufzuzeigen. Dieser positionelle Vorteil verstärkte sich nach dem Abtausch des weißfeldrigen Deckungsläufers und dem Öffnen der Stellung auf der Königsseite. Letztlich kam es zu einem erfolgreichen Mattangriff.

Karsten an Brett 5 kämpfte gegen eine sog. Betoneröffnung, die dann zum Tausch im Zentrum führt. Die Spieler einigten sich auf ein Remis. Es ist schwierig, in diesen positionell sicheren Eröffnungen einen Vorteil zu erarbeiten.

Ähnlich war es bei Jonathan an Brett 3, wo beide Spieler im Igelsystem die Waagschale im Lot hielten. Auch hier einigte man sich auf ein Remis. Auch im „Igel“ bewegt man sich meist wechselseitig mit gleichen Angriffs- und Verteidigungsressourcen.

Hans an Brett 2 spielte gezielt nach vorne und konnte in günstiger Stellung ein Figurenopfer wagen. Um den Angriff zu forcieren, opferte Hans sogar noch einen Turm. Sein Mut, -und seine gute Angriffsstellung-, wurden belohnt, als sein Gegner in schwieriger Stellung die Zeit überschritt.

Stefan an Brett 4 kam umgekehrt unter Druck, als sein Gegner mit dem Bauernzug nach g6 die Deckung der schwarzen Stellung hinterfragte. Letztlich war dieser Druck zu stark und nicht mehr zu verteidigen.

Damit war der Zwischenstand 3:2. Die letzten drei Parteien mussten zeigen, wohin das Pendel gehen würde.

Lorenz am sechsten Brett konnte eine positionelle überlegene Stellung erreichen, nur verteidigte sich sein Gegner sehr gekonnt. Die Entscheidung fiel erst nach der Zeitkontrolle, als sein Gegner den positionellen Druck durch den Damentausch abschütteln wollte. Dieser Abtausch ließ zugleich eine taktische Abwicklung zu, die technisch leicht gewonnen wäre. Sein Gegner gab nach dem taktischen Trick sofort auf.

Helmut an Brett 7 konnte mit seiner gewohnten Eröffnung einen Bauern im Mittelspiel erobern. Im verbleibenden Turmendspiel hatte er zudem den Vorteil, dass sowohl sein Turm und sein König aktiver standen. Helmut konnte diesen Stellungsvorteil sicher in einen Gewinn umsetzen.

Am Spitzbrett musste nach der Zeitkontrolle und Zeitnot die Stellung erst nachgespielt werden, inwieweit Alexander die geforderten 40 Züge erreicht hatte, da sein Gegner überschreiten der Zeit reklamiert hatte. Nach dem Nachspielen war klar, dass Alexander die 40 Züge in der 2-Std.-Vorgabe erfüllt hatte. Die Stellung war für Alexander sehr vorteilhaft, da sein Gegner in einer Kombination einen Zwischentausch übersehen hatte. Somit hatte Alexander die Dame plus verbundene Freibauern gegen zwei Türme und nur ein Bauer, der zudem von der weißen Dame nachhaltig blockiert war. Ferner war der gegnerische König im „Niemandsland“ abgeschnitten, so dass sich die schwarzen Türme auch dauernd gegenseitig gedeckt halten mussten. Alexander gewann dieses Endspiel souverän.

Es war klar, dass der Sieg mit 6:2 das direkte Aufstiegsduell entschieden hatte. Unklar war unmittelbar nach der letzten Partie, inwieweit es über die genannten „Fernduelle“ zum Aufstieg reichte oder nicht gereichte. Im Spiellokal selbst ist während den Partien Handyverbot.

Auf dem Parkplatz wurde dann klar, dass wir mit dem „Erstürmen der Mindelburg“ es auf der Zielgeraden geschafft hatten, in die Schwabenliga I wieder aufzusteigen. Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen sowie einer anstrengenden letzten Runde. Das oftmalige Pech in bestimmten Partien wurde somit in ein glückliches Ende für uns verwandelt.

Einzelergebnisse:

4 TSV Mindelheim DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 2 – 6
1 1 Sirch, Franz 2116 1 King, Alexander 2066 0 – 1
2 2 Magg, Christian 2036 2 Hornung, Hans, Dr. 2032 0 – 1
3 3 Frei, Robert 1855 4 Kölbl, Jonathan 1954 ½ – ½
4 4 Specht, Helmut 1828 5 Winterkamp, Stefan 1938 1 – 0
5 5 Zipproth, Thomas 1783 6 Birnbaum, Karsten 1908 ½ – ½
6 6 Kallweit, Horst 1770 7 Heinrich, Lorenz 1916 0 – 1
7 7 Hagen, Wolfgang 1710 8 Heinrich, Helmut 1871 0 – 1
8 8 Schumertl, Wolfgang 1674 11 Poniatowski, Pawel 0 – 1
Schnitt: 1846 Schnitt: 1955
 

7. Runde am 30.04.17 |
1 SF Bad Grönenbach SK Buchloe 3 – 5
2 SC Sonthofen SC Dietmannsried 6 – 2
3 SC Kaufbeuren 1892 SF Buchenberg 5 – 3
4 TSV Mindelheim SK Klosterlechfeld 2 – 6

 

Schwabenliga 2 Süd 2016/2017

Abschlusstabelle:

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SK Klosterlechfeld ** 6 3 4 6 11 – 3 34,5 – 21,5
2. SC Kaufbeuren 1892 ** 5 5 6 4 11 – 3 33,5 – 22,5
3. TSV Mindelheim 2 ** 4 5 7 9 – 5 32,5 – 23,5
4. SF Bad Grönenbach 5 4 ** 3 5 6 9 – 5 31,0 – 25,0
5. SK Buchloe 3 5 ** 4 7 – 7 31,0 – 25,0
6. SF Buchenberg 4 3 3 3 4 ** 5 6 – 8 26,5 – 29,5
7. SC Sonthofen 2 2 1 ** 6 2 – 12 19,5 – 36,5
8. SC Dietmannsried 4 2 3 2 ** 1 – 13 15,5 – 40,5

 

Titel fürs Osternest erkämpft

Im Mittelschwäbischen Mannschaftspokal

Im Mittelschwäbischen Mannschaftspokal trafen wir am 8. April 2017 zuhause auf unsere Schachfreunde aus Buchloe. Es war klar, dass es ein klassischer Pokalkampf werden würde.

Zunächst mussten wir kurzfristig umdisponieren: Für Alexander sprang Helmut ein. Zudem hatte unser Käp’t’n die Reihenfolge der Aufstellung aus mannschaftstaktischen Gründen leicht geändert, was ja im Pokal möglich ist. Stefan wünschte sich für den Verein den Mannschaftspokal im Osternest.

Lorenz an Brett 2 hatte das Glück, auf eine „klassische“ Eröffnung zu treffen, die Lorenz bestens kennt. Schwarz war einen Moment unachtsam und Lorenz konnte mit einem Scheinopfer auf f7 einen Bauern erobern. Dieser Bauerngewinn war nicht nur kompensationslos für Schwarz, auch dessen Königsstellung in der Mitte ist für das Mittelspiel schwierig. Trotz harter Gegenwehr konnte Lorenz den Vorteil in der Stellung Stück für Stück, genauer Zug für Zug, nachweisen.

Hans spielte am Spitzenbrett gewohnt eine streng positionelle Eröffnung. Was für eine Eröffnung herauskam, war für den Berichterstatter nicht ganz klar: war es ein angedeutetes Nilpferd oder ein halber Igel? Egal: auf jeden Fall entstand eine hochkomplexe Stellung, da Hans die Dame gewann, jedoch im Tausch gegen Turm und Figur. Es ist dann die Frage: kann die Dame wirksam Drohungen aufbauen oder erreichen die Mehrfiguren im Zusammenspiel die Überhand? Hans fand eine perfekte Lösung, indem er zunächst seinen Springer ins Zentrum bringen konnte, was zu einem Qualitätsgewinn führte. Dieser neu entstandene Konstellation in der rechnerischen Gewichtung der Figuren eröffnete die Möglichkeit, dass er dann im Endspiel seine Dame gegen den Turm geben konnte, weil er zugleich mit einem genialen Zwischenzug, , genauer Zwischenschach, einen Springer und einen Läufer gewann. Damit hatte er im Endspiel zwei Läufer gegen einen Springer. Damit stand es für uns 2:0.

Stefan hatte auf Brett 3 die Eröffnung sehr überzeugend gespielt und einen klaren Vorteil erreicht, zumal der schwarze König in der Mitte festhing. Sein Gegner fand noch einen trickreichen Zwischenzug, der nach Abtausch aller Schwerfiguren zu einem Endspiel führte, bei dem sein Gegner den entfernten Freibauern hatte und Stefan als Kompensation die Mehrheit der Bauern im Zentrum und auf dem Damenflügel. Gerade diese Mehrheit der Bauern im Zentrum führte dann zu einem überragenden Bauerndurchbruch: Schwarz befand sich zwar im Quadrat des Freibauern, nur war sein eigener Bauer auf d6 die Blockade des eigenen Königs. Es stand somit 3:0.

Helmut an Brett 4 hatte ein Endspiel mit jeweils zwei Türmen und Bauern erreicht. Es war klar, dass die Stellung Remis ist, wenn keiner der beiden einen Gewinnversuch unternahm. Wenn Helmut hätte auf Gewinn spielen wollen, hätte er dafür die Bauern auf dem Damenflügel hergeben müssen, um dafür im Zentrum mit König und, soweit möglich, mit Bauer aktiv zu werden. Aufgrund des obigen Zwischenstandes gab es keinen Grund, der Sache auf den Grund zu gehen. Remis.

Der Mannschaftssieg mit 3,5 zu 0,5 ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen, da gerade bei umkämpften Partien es oft an Kleinigkeiten liegt, wieso dann eine Partie gewonnen oder verloren wird. Heute haben wir unsere Chancen erfolgreich verwertet.

Wichtiger Sieg in Schwabenliga II-Süd

gegen Sonthofen 2:6 gewonnen!

Nach der bösen Schlappe in der letzten Runde gegen Bad Grönenbach in der Schwabenliga II-Süd ging es darum, die Köpfe wieder hoch zu nehmen; neues Spiel – neues Glück!

Wir waren nach der Papierform Favorit für diesen Mannschaftskampf und doch gilt die Regel, erst muss jede Partie für sich gespielt werden. Die Sonthofener spielten wacker und beherzt und lange Zeit waren alle Bretter ausgeglichen.

Wolfgang an Brett 8 brach für uns das Eis, indem er seine Partie mit schwarz sehr überzeugend vortrug und sich in der Eröffnung klaren Stellungsvorteil herausspielte. Am Ende des Tages hatte er deutlichen Materialvorteil. Sein Gegner gab auf.

Helmut an Brett 7 spielte ähnlich souverän und konnte sich einen Eröffnungsvorteil herausarbeiten, der bis ins Mittelspiel wirkte. Nach dem günstigen Aufbrechen der schwarzen Königsstellung übersah sein Gegner bei für ihn ungünstigen Stellung ein Mattbild und Helmut konnte mattsetzen.

Schlechter lief es für Karsten an Brett 5. Karsten spielte aktiv, nur nach dem Abtauschen der Figuren hatte sein Gegner mit dem Springer plus Bauern gegen den Läufer plus Bauern einen Mehrbauer. Der Mehrbauer alle wäre schwierig im Endspiel zum Sieg zu führen, nur leider war es auch noch ein entfernter Freibauer. Karsten musste aufgeben.

Hans an Brett 2 führte eine ausgeglichene Eröffnung in Endspiel mit jeweils Springer plus Bauern. Ein solches Springer-Bauer-Endspiel ist sehr komplex und Hans konnte seine überragende Endspieltechnik zu Bauerngewinn und im Ergebnis zum Sieg führen.

Lorenz an Brett 6 fand eine Möglichkeit, eine Figur zu gewinnen, nur musste er dazu viele Bauern geben, die rein rechnerisch zum Gleichstand führen. Auch das „Große Schachorakel“ zuhause, sprich ein Schachprogramm zeigte auch lange das Gleichgewicht der Kräfte an. Besonders erstaunlich in der Nachanalyse war, das Hans auch das Endspiel mit dem Mehrläufer nach dem Wettkampf als vorteilhaft für Lorenz einschätzte, da alle seine Figuren aktiv standen; in einer Nebenvariante mit Damentausch hätte sich diese Einschätzung bewahrheitet. In der Partie kam es so, dass sein Gegner gegen Ende der Spielzeit einen schlechten Verteidigungszug machte, der Lorenz ermöglichte, einen unwiderstehlichen Mattangriff einzuleiten.

Jonathan an Brett 3 hatte in einem sog. Handgemenge „überschlägig“ leichten Vorteil, da sein Angriff sehr bedrohlich wirkte. Nach dem ersten Abtauschen konnte sein Gegner viele Drohungen überdecken und selbst ebenfalls Drohungen aufbauen. Man einigte sich auf ein Remis.

Ähnlich tat es Alexander am Spitzenbrett, der über die Eröffnung bis zum Endspiel leichten Vorteil hatte. Es ging auch dort, wie fast immer im Schachspiel, um die Ansammlung kleiner Vorteile, hier z. B. sein Druck auf den gegnerischen Isolani auf d4, nur einigte man sich auf dort auf ein Remis, da in der Schlussstellung nicht mehr mehr zu erwarten war.

Stefan an Brett 4 hatte sich nach der Eröffnung einen Vorteil herausgearbeitet, da er im Turmendspiel Mehrbauern hatte. Dieser Vorteil schmolz dann zwar dahin, d. h. ein Bauer ging verloren, die Bauernkette wurde in einzelstehende Bauern gesplittet, nur kämpfte Stefan weiter um den vollen Punkt. Nach einer Ungenauigkeit seines Gegners, konnte er den Bauerrn doch noch verwerten.

Im Gesamtergebnis war es somit ein 6:2 für uns, dass wir uns hart erkämpfen mussten.

5. Runde am 19.02.17 |
1 SC Dietmannsried SK Buchloe 1½ – 6½
2 SF Bad Grönenbach SF Buchenberg 5 – 3
3 SC Sonthofen SK Klosterlechfeld 2 – 6
4 SC Kaufbeuren 1892 TSV Mindelheim 4½ – 3½

Schwabenliga 2 Süd     2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SC Kaufbeuren 1892 ** 5 4 6 9 – 1 25,0 – 15,0
2. TSV Mindelheim ** 4 5 7 7 – 3 26,0 – 14,0
3. SK Klosterlechfeld ** 3 4 6 7 – 3 24,0 – 16,0
4. SF Bad Grönenbach 4 5 ** 5 7 – 3 22,0 – 18,0
5. SK Buchloe 3 ** 4 5 – 5 22,5 – 17,5
6. SF Buchenberg 3 4 3 4 ** 5 4 – 6 19,0 – 21,0
7. SC Dietmannsried 4 3 ** 1 – 9 11,5 – 28,5
8. SC Sonthofen 2 1 2 ** 0 – 10 10,0 – 30,0

Einzelergebnisse:

3 SC Sonthofen DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 2 – 6
1 1 Maugg, Ludwig 1878 1 King, Alexander 2073 ½ – ½
2 2 Wiechmann, Gernot 1883 2 Hornung, Hans, Dr. 1998 0 – 1
3 3 Schweier, Lorenz 1865 4 Kölbl, Jonathan 1954 ½ – ½
4 4 Fritz, Peter, Dr. 1839 5 Winterkamp, Stefan 1927 0 – 1
5 5 Froehlich, Rainer 1862 6 Birnbaum, Karsten 1908 1 – 0
6 7 John, Bernd 1571 7 Heinrich, Lorenz 1897 0 – 1
7 9 Aicher, Hans 1665 8 Heinrich, Helmut 1875 0 – 1
8 11 Gehring, Bastian 1441 9 Koelbl, Wolfgang 1802 0 – 1
Schnitt: 1750 Schnitt: 1929

Überraschender Sieg gegen Landsberg I in der Kreisklasse

Bei unserer dritten Runde in der Kreisklasse konnten wir mit dem Schachklub Landsberg eine starke Mannschaft als Gäste begrüßen. Nachdem aber auch wir – mit Ausnahme von mir, gesperrt aufgrund Einsatz in der ersten Mannschaft- mit Bestbesetzung antreten konnten waren durchaus Chancen bei einer spannenden Begegnung zu erwarten.

Auf Brett 7 spielte Toni engagiert und konnte sich im Mittelspiel vom Gegner einen Zentrumsbauern schnappen wofür der Gegner allerdings eine offene e-Linie für seine Schwerfiguren erhielt. Leider übersah Toni eine zwingende Kombination als Herr Krüger seinen Turm und Dame auf die siebte Reihe bringen konnte was in den Partieverlust endete und Landsberg 0-1 in Führung ging.

Erik am vierten Brett musste Erik in der Eröffnung einen Bauern hergeben, hatte dafür aber das Läuferpaar. Durch geschicktes Spiel am Damenflügel konnte Erik sich am Ende aber noch das Remis sichern. 0,5-1,5

Ines positionierte frühzeitig ihre Figuren Richtung gegnerischer Königsstellung fand aber leider kein Durchkommen. Nachdem schon 1,5 Stunden ihrer Zeit abgelaufen war musste sie dann ihre Damen abtauschen wodurch die Angriffsambitionen zum erliegen kamen. Bei recht komplizierter Stellung und Zeitnot musste sie leider aufgeben. 0,5-2,5

Wolfgang mit den weißen Steinen an Brett 2 konnte sich frühzeitig einen starken Bauern auf e5 etablieren und schuf damit auf dem Feld d6 einen schönen Vorposten für seinen Springer. Den von ihm aufgestellten Drohungen am Königsflügel konnte allerdings Schachfreund Jehle mit guter Verteidigung entgegenwirken. Durch eine kleine Falle im späteren Spielverlauf konnte sich Wolfgang aber dann entscheidenen Vorteil erarbeiten was sich in den Anschlußtreffer für uns auswirkte 1,5-2,5

Flo konnte durch druckvolles Spiel am Damenflügel sich zwei Mehrbauern sichern, davon ein Freibauer und diesen bis auf die siebte Reihe verschieben wodurch sein Gegner nur noch mit seinen zwei verbliebenen Leichtfiguren reagieren konnte. Leider machte er es sich viel zu schwer indem er einen Springer für einen weiteren Mehrbauern opferte – in bereits gewonnener Stellung-. Die Partie mündete eigentlich in eine Remisstellung allerdings übersah sein Gegner die korrekte Abwicklung und Flo steuerte einen Punkt zum Ausgleich bei. 2-5-2-5

Stefan an Brett 3 spielte konzentriert, tauschte vorteilhaft ab und nahm einen isolierten Bauern des Gegners unter Beschuß. Am Ende der Partie konnte er durch Fesselung sich eine Leichtfigur mehr sichern wodurch wir erstmals in Führung gingen 3,5-2-5

Joshua bekam schon in der Eröffnung Probleme nachdem sich sein Gegner einen Zentrumbauer durch ein Zwischenschach sicherte. Durch ungenaues Figurenspiel verpasste es Joshua aber dann sich für den Minusbauern wenigstens einen kleinen Ausgleich zu verschaffen und die Rochade des Gegners kaputt zu machen. Es kam noch schlimmer daß er einen Abtausch übersah und Schachfreund Wieser seine Dame und Turm mit einem Läuferspieß aufs Korn nehmen konnte wodurch die Qualität auch noch weg war. Er hielt sich allerdings tapfer und versuchte aus der Partie noch was rauszuholen aber irgendwann war die Materialüberlegenheit vom Gegner doch zu viel und er musste die Partie verloren geben.

Pawel kam eine halbe Stunde zu spät, er konnte aber durch konzentriertes Spiel sich eine etwas dynamischere Stellung als der Gegner sichern. Die Zeitnot bewältigten beide Gegner sehr gut, war sehr spannend zum Zuschauen. Im Endspiel übersah Schachfreund Melber dann einen Läuferzug welcher Pawel dann eine Leichtfigur mehr einbrachte. Durch weiter souveränes Spiel sicherte sich Pawel den entscheidenden Siegpunkt für Landsberg 4,5 zu 3,5.

Nach der knappen und unglücklichen Niederlage gegen Bobingen und dem Sieg gegen Buchloe II und Landsberg I befinden wir uns derzeit auf Platz 2 der Kreisligatabelle weshalb wir dieses Jahr hoffentlich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben sollten.

Manuel Jahn

3. Runde am 14.01.17 |
1 SK Klosterlechfeld II DWZ TSV Landsberg 1882 I DWZ 4½ – 3½
1 1 Poniatowski, Pawel 1 Melber, Thomas 1908 1 – 0
2 2 Koelbl, Wolfgang 1802 2 Jehle, Manfred 1728 1 – 0
3 4 Hoffmann, Stefan 1669 3 Maier, Josef 1716 1 – 0
4 5 Lehmann, Erik 1675 4 Granvogl, Heinz, Dr. 1738 ½ – ½
5 6 Kölbl, Ines 1692 5 Golovnya, Aleksandr 1619 0 – 1
6 7 Kaspar, Florian 1568 7 Tinkl, Hubert 1531 1 – 0
7 8 Fischer, Anton 1457 8 Krueger, Peter 1415 0 – 1
8 23 Nebel, Joshua 1444 15 Wieser, Michael 1726 0 – 1
Schnitt: 1615 Schnitt: 1672

Kreisklasse    2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 MPkt BPkt
1. SK Bobingen ** 4 – 2 13,5 – 10,5
2. SK Klosterlechfeld II ** 4 – 2 12,5 – 11,5
2. SK Krumbach II ** 2 6 4 – 2 12,5 – 11,5
4. TSV Landsberg 1882 I ** 5 2 – 2 8,5 – 7,5
4. SC Schwabmünchen I 6 ** 2 – 2 8,5 – 7,5
6. SV Stauden I 3 ** 5 2 – 2 8,0 – 8,0
7. SK Buchloe II 2 3 ** 0 – 6 8,5 – 15,5

Wertungsblitz 2016 Endstand

Schachklub Klosterlechfeld e.V
Wertungsblitzturnier 2016
Endstand nach Wertungsturnier Dezember
mit zwei Streichresultaten
1. Alexander King 76 7 (Wertungspunkte – Turniere)
2. Stefan Winterkamp 57 8
3. Manuel Jahn 56 6
4. Hans Hornung 33 3
5. Pascal King 30 4
6. Joshua Nebel 28 4
7. Jonathan Weber 26 4
8. Marcel King 19 4
9. Pawel Poniatowki 16 2
Ida Winterkamp 16 3
11. David Nebel 8 2
Martin King 8 2
13. Erik Lehmann 7 1
7
Laurentius Heinrich 7 1
15. Wolfgang Kölbl 5 1
16. Florian Kaspar 5 1
17. Philipp Witek 3 1

Hart erkämpfter Auswärtssieg in Schwabenliga II-Süd

gegen Dietmannsried 6,5:1,5 gewonnen!

Gegen und in Dietmannsried war für uns eine Premiere. Wir wurden als Favoriten vom Mannschaftsführer begrüßt, wobei gerade im Schach gilt, jede Partie muss erst gespielt werden und die Ergebnisse werden nach der Partie gemeldet.

Es war fast bis zu regulären Zeitkontrolle und noch darüber hinaus so, dass an vielen Brettern der Ausgang der jeweiligen Partien offen war. Es machte richtig Spaß, in die eine oder andere Partie hineinschauen zu dürfen.

Helmut an Brett 7 konnte als erster unter den laufenden Partien einen Sieg verbuchen: Er hatte mit zwei Figuren gegen den Turm gutes Spiel, wobei sein Springer auf d6 vom Bauer c5 sicher im gegnerischen Lager stand. Diese überragende zentrale Stellung führt letztendlich zu einem Figurengewinn.

Ebenso glänzte Alexander an Brett 1 mit einem schönen aussichtsreichen Bauernopfer, wobei er zugleich seinem Gegner einen Läufer anbot. Nachdem sein Gegner den Läufer als Kompensation nicht annahm, schlug das Opfer positionell sofort durch, zumal auch die Grundreihe des Gegners schwach war.

Hans machte an Brett 2 ein Kampfremis: nachdem die Damen getauscht waren, blieb wechselseitig ein Endspiel, wo keiner der Spieler einen konkreten Hebel hätte ausmachen können. Remis.

Jonathan an Brett 3 konnte seine gute Stellung nach dem Mittelspiel mit dem Durchbruch des Bauern auf der h-linie krönen: Die Türme konnten über die h-linie eindringen, ohne dass sein Gegner die noch kompensieren konnte.

Manuel spielt an Brett 8 bärenstark, indem er in aktiverer Stellung dauernd auf die schwachen Felder im weißen Lager drückte. Am Ende wurde sein engagiertes Figurenspiel belohnt, nachdem er eine entscheidende Drohung aufstellen konnte.

Das Zwischenergebnis war 4,5 zu 0,5 für uns.

Dieses Zwischenergebnis kam gerade recht, da Lorenz an Brett 6 patzte: Lorenz wähnte sich auf der Siegerstraße als er einen Mehrläufer behalten konnte. Dies führte dann zu einer Unachtsamkeit, bei der Läufer kein Mehrläufer mehr war und zu allem Überdruss zunächst ein verlorenes Damenendspiel entstanden war und nach dem erzwungenen Abtausch der Damen das Bauernendspiel technisch verloren war. Lorenz gab auf, als klar war, dass Weiß einen entscheidenen Freibauern behalten würde. Es war eine lehrhafte Niederlage, die zeigte, dass man auch in einer guten oder gar gewonnenen Stellung aufpassen muss.

Karsten erkämpfte an Brett 5 einen Sieg: Er hatte eine Stellung erreicht, die an die eine Siegpartie von Weltmeister Carlsen vom Stellungstyp erinnerte. In beiden Stellungen -hier wie dort- hatte Weiß deutlichen Vorteil, weil Schwarz auf dem eingesperrten weißfeldrigen Läufer „kleben“ blieb, während Weiß mit dem „guten“ Läufer und dem Springer fortlaufend lavieren konnte. Hier wie dort kam es dann zu einem Verteidigungsfehler, zumal der Verteidiger mehr Zeit verbraucht, um den jeweils korrekten Verteidigungszug zu finden. Karsten gewann zunächst einen Bauern und in Folge die Partie.

Stefan an Brett 4 kämpfte wie ein Löwe in sehr komplexer Stellung. Er fand den besten Zug, der einerseits seinen angegriffenen Bauern deckte und zugleich die drohenden Springergabeln vermied. Am Ende gewann er diese anstrengende Partie.

Alles in allem war es ein verdienter Mannschaftssieg, da jeder Spieler hart um seine Partie gekämpft hat und es uns in Mehrheit gelungen war, dass sich der jeweilige Spieler für sein gutes Spiel belohnte.

Einzelergebnisse:

2 SC Dietmannsried DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 1½ – 6½
1 1 Martin, Heinz 1866 1 King, Alexander 2073 0 – 1
2 2 Martin, Paul 1794 2 Hornung, Hans, Dr. 1998 ½ – ½
3 3 Marschall, Thomas 1670 4 Kölbl, Jonathan 1954 0 – 1
4 4 Brinkmann, Jürgen 1557 5 Winterkamp, Stefan 1927 0 – 1
5 5 Czitron, Gerhard 1553 6 Birnbaum, Karsten 1908 0 – 1
6 9 Natterer, Winfried 1509 7 Heinrich, Lorenz 1897 1 – 0
7 12 Sonnberger, Julian 1527 8 Heinrich, Helmut 1875 0 – 1
8 15 Mayer, Thomas 1363 10 Jahn, Manuel 1751 0 – 1
Schnitt: 1604 Schnitt: 1922
Alle Ergebnisse der 3. Runde
1 SK Buchloe SF Buchenberg 4 – 4
2 SC Dietmannsried SK Klosterlechfeld 1½ – 6½
3 SF Bad Grönenbach TSV Mindelheim 4 – 4
4 SC Kaufbeuren 1892 SC Sonthofen 6 – 2

Schwabenliga 2 Süd 2016/2017

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. TSV Mindelheim ** 4 5 5 – 1 15,5 – 8,5
1. SC Kaufbeuren 1892 ** 4 6 5 – 1 15,5 – 8,5
3. SK Klosterlechfeld ** 4 5 – 1 15,0 – 9,0
4. SK Buchloe ** 4 3 – 3 13,0 – 11,0
5. SF Bad Grönenbach 4 ** 3 – 3 12,0 – 12,0
6. SF Buchenberg 3 4 4 ** 2 – 4 11,0 – 13,0
7. SC Dietmannsried 4 ** 1 – 5 7,0 – 17,0
8. SC Sonthofen 2 ** 0 – 6 7,0 – 17,0