Kategorie-Archiv: Erwachsene

Bitteres Aus gegen Titelverteidiger!

Am 19.11.2017 fand die erste Runde im Schwäbischen Mannschaftspokal statt. Dabei spielten die Vereine aus Nordschwaben, Mittelschwaben und Augsburg am zentralen Ort bei uns in Klosterlechfeld, die südschwäbischen Vereine in Grönenbach. Allerdings muss man hier anmerken, dass sich die Einteilung, gerade hinsichtlich der Mannschaftsstärken, nicht ganz erschließen lässt.

In der Auslosung hatten wir leider wenig Glück, denn uns wurde der Titelverteidiger aus Kötz/Ichenhausen zugeteilt.  Aber auch die anderen Begegnungen hatten es in sich, wenn man mal nur das Duell SF Augsburg gegen Rochade Augsburg betrachtet, was sicherlich auch ein Finale sein könnte.

Nichts desto trotz waren wir sehr gut aufgestellt: Alex, Hans, Jonathan und Wolfgang sollten an den vier Brettern für das Weiterkommen sorgen. Auch der Verlauf der einzelnen Begegnungen war zunächst sehr vielversprechend. Jonathan hatte sich eine gute Stellung mit Schwarz erspielt und erklärte mir im Nachhinein, dass auch ein Bauerngewinn möglich gewesen wäre. Leider unterlief ihm in Zeitnot ein Fehler, bei dem die Dame verloren ging – 0:1. Wolfgang befand sich ebenfalls in einer guten Stellung mit Angriff auf den König, jedoch blieb diese Partie zweischneidig. Alex hatte früh einen Bauern gewonnen und suchte nach weiteren Möglichkeiten den Vorteil auszubauen. Hans erspielte sich eine tolle Stellung, bei der er eine Qualität opferte, aber dafür einen sehr gefährlichen Königsangriff mit seinem Läuferpaar bekam. Außerdem sollten mindestens drei Bauern dazukommen. Was in der Folge geschah, war leider nicht zu erwarten… Hans spielte seinen Angriff perfekt weiter, sein Gegner wartete nur noch auf den letzten K.O.-Schlag. Leider verpasste er den Moment, das Spiel zum richtigen Zeitpunkt abzuwickeln und machte zudem einen schwerwiegenden Fehler, der sogar zum Partieverlust führte. Auch bei Wolfgang ging in der Zeitnot die Qualität verloren. Das anschließende Endspiel war tatsächlich nicht zu halten – 0:3. Alex konnte gegen seinen deutlich schwächeren Gegner erst nach der Zeitnotphase den Vorteil klar ausbauen, davor muss man sagen, dass sein Gegner sehr gut gespielt hatte. Er gab nach dem 0:3 auf, da der Wettkampf bereits entschieden war. Damit war das bittere Aus in Runde 1 besiegelt.  Aber die nächste Meisterschaft steht bereits an: die Mittelschwäbische und Schwäbische Mannschaftsblitzmeisterschaft am 03.12.2017 in Landsberg. Hier wollen wir natürlich auf mittelschwäbischer Ebene den Titel verteidigen und in Schwaben wieder für Furore sorgen.

1. Runde (19.11.2017)

Brett

Heimmannschaft

DWZ

Gastmannschaft

DWZ

Ergebnis

SC Dietmannsried I

1704

Post-SV Memmingen I

1815

2 : 2

1

Martin, Paul

1884

Schweizer, Manfred

1997

½ : ½

2

Dekov, Bozhidar

1723

Zimmermann, Jens

1764

½ : ½

3

Czitron, Gerhard

1546

Pfalzer, Helmut

1773

0 : 1

4

Natterer, Winfried

1661

Lehmann, Jörg

1727

1 : 0

SC Dietmannsried II

1316

ASV Martinszell

1242

1 : 3

1

Sonnberger, Julian

1491

Lechner, Toni

1586

0 : 1

2

Buchka, Josef

1264

Gröger, Hannah

1318

0 : 1

3

Gottwald, Christoph

Stepanek, Vladimir

1297

0 : 1

4

Sichler, Stephan

1192

Köberle, Alois

768

1 : 0

Post-SV Memmingen II

1399

SF Bad Grönenbach I

1797

0,5 : 3,5

1

Maul, Andreas

1270

Walz, Robert

1907

0 : 1

2

Duvnjak, Pero

1607

Schiegg, Peter

1911

0 : 1

3

Bajram, Sulejmoni

Beckert, Armin

1691

0 : 1

4

Albrecht , Tobias

1319

Wibel, Stefan

1678

½ : ½

SF Bad Grönenbach II

1586

SK Immenstadt 09

1599

1 : 3

1

Schrinner, Stefan

1656

Riegger, Harry

1757

– : +

2

Schmidt, Alfred

1645

Alt, Karl-Heinz

1659

½ : ½

3

Buhn, Reinhard

1589

Dillinger, Hans

1508

½ : ½

4

Thielke, Pascal

1455

Pott, Dirk

1470

0 : 1

SG Kötz/Ichenhausen

1749

SK Klosterlechfeld

1951

3 : 1

1

Echerer, Thomas

1197

King, Alexander

2071

0 : 1

2

Bühler, Florian

2040

Dr. Hornung, Hans

1956

1 : 0

3

Giannino, Domenico

2015

Kölbl, Jonathan

1903

1 : 0

4

Fax, Peter

1743

Kölbl, Wolfgang

1873

1 : 0

SK Buchloe

1787

TSV Haunstetten II

1643

1 : 3

1

Kugelmann, Joachim

1893

Bindl, Roland

2071

0 : 1

2

Keller, Alexander

1865

Beck, Gerald

1921

0 : 1

3

Kutter, Andreas

1702

Miletic, Alexander

1484

0 : 1

4

Pracht, Alexandra

1689

Weise, Sven

1096

1 : 0

SK Rochade Augsburg

1979

SF Augbsurg

1928

1,5 : 2,5

1

Zehrfeld, Thorsten

2117

Vuckovic, Zarko

2098

0 : 1

2

Schmidt, Olaf

2016

Weller, Uli

1964

0 : 1

3

Birth, Waldemar

2012

Schindler, Alexander

1776

½ : ½

4

Lapin, Oleg

1770

Schädler, Andreas

1872

1 : 0

TSV Haunstetten I

SK Mering

4 : 0 kl

Sieg in der Schwabenliga I gegen Aichach

Aichach hat zwei wertvolle Führungsspieler für diese Saison verloren. Somit hatten wir die berechtigte Hoffnung in der zweiten Runde zu punkten. Ich nehme es vorneweg: unser Sieg fiel hinterher etwas höher als es der Spielverlauf zwischendurch vermuten ließ.

Lorenz an Brett 5 eröffnete den Reigen der Siegpartien, als er gegen eine als „sicher“ geltende Variante im Caro-Cann einen starken Ablenkungszug des schwarzfeldrigen Verteidigungsläufers fand. Diese Abwicklung führte dazu, dass die schwarze Königsstellung auf den schwarzen Feldern anfällig wurde, vor allem auch deswegen, weil die gegnerische Dame auf a5 nicht am Königsflügel mithelfen konnte. Nach einer genauen Angriffsfolge war klar, dass der Punkt f6 mit Schach fallen würde und damit der schwarze König den weißen Schwerfiguren hilflos alleine gegenüberstand.

Die anderen Partien waren zu diesem Zeitpunkt alle heiß umkämpft, so dass noch offen war, wie’s in Summe für die Mannschaften ausgehen würde.

Wolfgang an Brett 8 gewann in der Eröffnung einen Bauern, jedoch gegen zwei Tempi. Da zugleich ein früher Damentausch statt gefunden hatte, konnte er seine Stellung nach und nach konsolidieren. In positioneller Lehrart brachte er seine beiden Türme vertikal in Stellung, während Weiß mit den Türmen passiv auf der Grundlinie verharrte. Mit dem Sprengungszug schwarze Bauer e5 gegen weißer Bauer d4 war die Partie entschieden, da Wolfang einen weiteren Bauern in positionell überlegener Stellung gewonnen hätte. Sein Gegner gab auf.

Jonathan an Brett 4 hatte nach dem Gefühl des Berichterstatters die leicht bessere Stellung, nur hatte Jonathan in einem komplexen Handgemenge mit vielen Optionen nur noch sehr wenig Zeit. Jonathan musste dann leider dieser dem Zeitproblem Tribut zollen und verlor seine Partie unglücklich.

Helmut an Brett 7 spielte seine gewohnt sichere Eröffnung mit einem fianchierten Läufer. Es entstand eine sehr komplexe Stellung vor der Zeitnotphase und Helmut bot mit einem Qualitätsopfer Remis durch fortlaufende Schachs an. Sein Gegner wollte mehr und überzog die Stellung. Sein Gegner hatte nicht bedacht, dass nach dem Tausch der wichtigsten Angriffsfiguren das Endspiel mit Turm mit Springer gegen Turm mit Läufer technisch leicht für Helmut mit seinen Mehrbauern gewonnen. Nachdem Helmut eine letzte kleine Mattfalle vermieden hatte, gab sein Gegner auf.

Stefan an Brett 6 hatte eine leicht vorteilhafte Stellung erreicht, weil er den weißen Bauer auf c4 bedrohen konnte. Es kam jedoch zum Damentausch auf d5, so dass der „befragte“ Bauer von c4 nach d5 „flüchten“ konnte. Dass danach verbliebene Turmendspiel und jeweils schwarzfeldriger Läufer wurde von beiden Spielern als Remis bewertet.

Kurios ging es an Brett 3 zu. Pawel hatte eine herausragend gute Stellung erreicht und zwei Bauern erobert. Schwarz drohte dafür, seinerseits mit Schwerfiguren den weißen König zu erobern. Dieses „Problem“ hätte Pawel vermeiden können, wenn er, statt einen dritten Bauern auf der a-Linie zu „räubern“, Stellungs- und somit Königssicherung mit Turm zurück nach c3 gespielt hätte. Daher konnte Schwarz ein Scheinopfer bringen, was Pawel in einen materiellen Nachteil brachte. Bevor Schwarz den 40-sten Zug ausführen konnte, fiel dessen Uhr, was durch Unterbrechung der Partie mit Nachspielen an einem Nebenbrett bewiesen wurde. Ein Sieg durch Zeitüberschreitung, sozusagen in letzter Sekunde!

Alexander am Spitzenbrett spielt gegen eine Bauernformation mit hängenden Bauern. Da Alexander ständig Druck auf diese beiden Bauern ausübte, konnte er im ersten Schritt einen Bauern gewinnen. Danach (=nach Materialvorteil von einem Bauern auf der Damenflügelseite) spielte er technisch sehr fein diesen Mehrbauern aus, indem er mit seinen Figuren weiter in die gegnerische Stellung vordringen konnte. Dies verhalf ihm dann zu einem weiteren Mehrbauern, dieses Mal auf der Königsflügelseite. Letztlich blieb am Ende des Damentausches ein Turmendspiel mit zwei verbunden Mehrbauern auf Alexanders Seite. Ein Meisterstück des feinen Positionsspiels!

Die Partie von Hans hatte den kleinen Makel einer ungenauen Zugfolge. Hans hatte zunächst in glänzender Manier seine Dame gegen Turm und Figur gegeben; seine Figuren beherrschten das Brett. Im Gefühl des sicheren Sieges konnte Weiß mit der Dame matt auf g7 in einem Zug drohen. Zum Glück für Hans -ein Wortspiel oder Wahrheit- schlug sein Gegner nach dem Bauernschach auf e2 diesen Bauern, so dass Hans mit Sf4 „Schach“ und Se6 deckt g7 wieder auf die Siegesspur zurückkam, da Springer und Turm nun seine Bauern voranbringen konnten. Hier bleibt nur das bayerische Lob: „Passt scho’!“

Wie daher geschildert, hätte die eine oder andere Siegpartie gegen uns oder zumindest als Remis ausgehen können. Umgekehrt hätte Jonathan für seine schöne Partie mindestens auch ein Remis verdient gehabt. Es gilt, wie immer nach einer Mannschaftsrunde: „Hätte, hätte, Fahrradkette!“ Wir freuen uns über dieses tolle Mannschaftsergebnis mit vielen guten Kampfpartien.

4 BC Aichach 1917 DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 1½ – 6½
1 1 Glaser, Christian 2013 1 King, Alexander 2071 0 – 1
2 2 Martin, Michael 1988 2 Hornung, Hans, Dr. 1956 0 – 1
3 4 Jacob, Dominik 1937 3 Poniatowski, Pawel 2079 0 – 1
4 5 Lenz, Bernhard 1905 5 Kölbl, Jonathan 1903 1 – 0
5 6 Schröder, Frank 1878 6 Heinrich, Lorenz 1922 0 – 1
6 7 Probsdorfer, Günther 1800 7 Winterkamp, Stefan 1910 ½ – ½
7 8 Rindfleisch, Hans-Georg 1807 8 Heinrich, Helmut 1870 0 – 1
8 11 Oelrich, Andreas 1799 10 Koelbl, Wolfgang 1873 0 – 1
Schnitt: 1890 Schnitt: 1948
2. Runde am 12.11.17 |
1 Post-SV Memmingen SK Krumbach 4½ – 3½
2 SC Kempten 1878 SC Königsbrunn 2½ – 5½
3 SC Friedberg SF Augsburg 4½ – 3½
4 BC Aichach 1917 SK Klosterlechfeld 1½ – 6½

Schwabenliga 1       2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. Post-SV Memmingen ** 4 – 0 11,0 – 5,0
2. SC Friedberg ** 4 – 0 10,0 – 6,0
3. SF Augsburg ** 2 – 2 10,0 – 6,0
3. SK Klosterlechfeld ** 2 – 2 10,0 – 6,0
5. SK Krumbach ** 2 – 2 8,0 – 8,0
5. SC Königsbrunn ** 2 – 2 8,0 – 8,0
7. SC Kempten 1878 ** 0 – 4 4,0 – 12,0
8. BC Aichach 1917 ** 0 – 4 3,0 – 13,0

 

 

Das Turnier der verpassten Chancen!

In den Herbstferien war es wieder soweit: eines der größten deutschen Turniere stand vor der Tür: die 21. offene internationale bayerische Meisterschaft am Tegernsee. Vom 28.10. bis 05.11.2017 waren 9 Runden angesetzt, mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie, zuzüglich 30 Sekunden ab dem ersten Zug! Damit wurde nur eine Runde pro Tag (16:00) gespielt, was auf der einen Seite einen guten Erholungswert hatte und zum anderen die Möglichkeit brachte, seine Partien nicht nur ausgiebig nachzubereiten, sondern sich auch auf den neuen Gegner vorzubereiten! Natürlich ist ein weiterer, vielleicht noch wichtigerer Vorteil, dass man nebenbei mit der Familie Urlaub machen und damit die schöne Umgebung genießen kann. Dieses Jahr musste eine neue Location gewählt werden und so fand das Turnier auf dem schönen Gut Kaltenbrunn statt. Aus meiner Sicht ein sehr schönes Ambiente, bei dem die Top 45 – Bretter noch in einem abgetrennten Bereich gespielt haben, da diese unter anderem auf Chessbase live übertragen wurden. Diese Ehre wurde mir leider nicht zu teil, wie man aus der Überschrift schon erahnen kann! Insgesamt nahmen 487 Spielerinnen und Spieler aus aller Welt teil. Neben mir spielte noch Hans aus unserem Verein mit. Mein Setzplatz zu Beginn des Turnieres lag bei 178, Hans war die Nummer 218! In Runde 1 konnte ich gleich gegen die Nummer 58 (ELO: 2276) Remis halten, was allerdings nur sehr glücklich war, das sollte sich aber im Laufe des Turnieres ändern. In der zweiten Runde wartete der erste Fidemeister, gegen den ich leider verlor, da ich eine 4-zügige Gewinnkombination übersah… Nach zwei eindeutigen Favoritensiegen spielte ich in Runde 5 erneut gegen einen Titelträger (FM und die Nummer 49!). Hier konnte ich erneut eine gute Partie spielen und willigte schließlich in einer sehr vorteilhaften Stellung ins Remis ein, da meine Zeit bereits sehr vorangeschritten war. In Runde 6 hatte ich wiederum einen Gewinnzug gegen die Nummer 71 (ELO: 2240) auf dem Brett! Leider übersah ich diesen und musste mich wieder mit einem Remis begnügen. So kam es dann in Runde 7, dass mir in einer schwierigen Partie leider die Zeit ausging und ich deshalb nicht den eindeutigen Zug spielte, der ohne Weiteres das Unentschieden gehalten hätte… Damit musste ich mich gegen einen weiteren 2200er geschlagen geben. In der 8. Runde konnte ich einen weiteren leichten Favoritensieg einfahren, so dass ich in der letzten Runde mit dem Fidemeister Schuster Karsten aus Gröbenzell noch einmal eine sehr gute Herausforderung erhielt. Diese Partie verlief allerdings dieses Mal deutlich zu Gunsten des Favoriten, so dass ich mich eindeutig dem erfahrenen Brett 1-Landesligaspieler geschlagen geben musste. Mit 4,5 Punkten erzielte ich am Ende den 195. Platz und landete damit im Bereich meines Setzplatzes. Meine DWZ und meine ELO konnte ich dadurch leicht steigern, aber vielmehr bleibt die Erkenntnis, dass ich meine Chancen besser nutzen muss. Da man doch sehr intensiv in seine Partien vertieft war, auch aufgrund der anderen Bedenkzeit im Vergleich zum Ligabetrieb, habe ich leider keine Partien von Hans mitbekommen. Zum Turnierverlauf kann ich lediglich Folgendes sagen: Hans startete mit zwei Niederlagen in das Turnier, bei der vor allem die 2. Runde wohl sehr unglücklich war. Nachdem er die 3. Runde gegen einen schwächeren Gegner mühelos gewann, erlebte er in Runde 4 einen herben Rückschlag und verlor gegen einen Jugendspieler, da Hans in der Eröffnung ein Fehler unterlief. So musste sich Hans mühsam wieder ins Turnier arbeiten und konnte auch die Runden 5, 6 und 7 allesamt gewinnen. In der 8. Runde bewies er dann sein Können und spielte gegen einen stärkeren Gegner (ELO: 2183) Remis. Leider verlor er die letzte Runde gegen einen Titelträger (FM mit ELO 2130) und beendete das Turnier ebenfalls mit 4,5 Punkten und Tabellenplatz 250.

Alles in allem war es ein ereignisreiches und schönes Turnier, bei dem man viele Erfahrungen sammeln konnte. Zum Nachlesen aller Ergebnisse und Tabellen hier der Link zur Turnierseite: https://www.schach-tegernsee.de/

Klosterlechfelder Schachjugend erfolgreich

Bei der diesjährigen mittelschwäbischen Schacheinzelmeisterschaft der Jugend nahmen insgesamt 29 Jugendliche aus fünf Vereinen teil. Dieses Turnier ist zugleich für die drei Erstplatzierten jeder der fünf Altersklassen die Qualifikation für die schwäbischen Meisterschaften.

Der Schachklub Klosterlechfeld stellte die meisten Teilnehmer und war am Ende mit zwei Meistern und vielen zweiten und dritten Plätzen auch der erfolgreichste Verein.

In der Altersklasse unter 16 Jahren spielte Yannick Immler ein tolles Turnier. In 4 Spielen gab er nur einen halben Punkt ab und freute sich über seinen ersten Titel im Schach.

Ida Winterkamp erspielte sich in der U12 im 7-köpfigen Teilnehmerfeld die volle Punktzahl. Sie konnte somit ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Anna-Lena Dietrich teilte sich hier mit zwei anderen Spielern den vierten Platz.

Leon verlor in der U10 nur gegen den späteren Sieger und wurde Vizemeister. Peter Fischer wurde in seinem allerersten Schachturnier geteilter Dritter. Leider verlor er knapp den Stichkampf um die Qualifikation für die schwäbische Einzelmeisterschaft. Auch Connor Immler spielte sein erstes Turnier und wurde Fünfter.

Marcel und Pascal King errangen in der U18 den zweiten und dritten Rang. In dieser Altersklasse wurde das gute Lechfelder Ergebnis durch den vierten Platz von Jonathan Weber abgerundet.

In der U14 belegten den zweiten und dritten Platz ebenfalls zwei Lechfelder Spieler. Lennox Immler hatte am Ende einen halben Punkt Vorsprung vor Julian Dietrich. Simon Kuhn wurde Achter.

Somit können gleich sechs Klosterlechfelder zur schwäbischen Meisterschaft fahren, die in den Faschingsferien stattfinden wird.

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Knappe Niederlage in der Schwabenliga I

gegen Krumbach zum Saisonauftakt

Krumbach war der gewohnt gute Gastgeber, der mit Wurst- und Käsesemmeln sowie Gebäck für das leibliche Wohl vorgesorgt hatte. Es war von Anfang an klar, dass die spielstarke Mannschaft von Krumbach zum Saisonauftakt in der Schwabenliga I ein harter Prüfstein werden würde. Gerade wegen solcher „Härteteste“ haben wir uns letztes Jahr den Aufstieg von der Schwabenliga II in die Schwabenliga I gewünscht und erkämpft.

An Brett 1 spielte Alexander gegen die Fidemeisterin Nadja Jussopow. Es kam zu einer Eröffnung mit frühem Damentausch. Da es im verbleibenden Figuren- und Turmendspiel nur eine offene Trennungslinie gab, neutralisierte sich die Stellung. Beide einigten sich auf ein Remis.

Lorenz an Brett 5 wurde in der Eröffnung von einem starken Qualitätsopfer überrascht, das Schwarz nach dem gleichzeitig erzwungenen Damentausch sehr starkes Figurendspiel gab. Nach einem Übersehen verlor Lorenz zudem die Qualität; dafür gab es im Turm-Läufer-Bauernendspiel ungleichfarbige Läufer. Lutz fand jedoch eine technisch unwiderstehliche Abwicklung. Lorenz gab auf.

Besser machte es Jonathan als sein Tischnachbar an Brett 4. Bei ungleichmäßigen Rochaden, Jonathan hatte mit Schwarz kurz rochiert, sein Gegner wählte die lange Rochade, kommt es meist zu schnellen Angriffen und die Frage ist, welche Farbe den besseren Angriff vorbringen kann? Hier war es ganz klar Jonathan, der seine Dame nach a2 stellen konnte, mit dem Fianchettoläufer von g7 Druck auf b2 machte und zudem die c- und d-Turmlinien auf die weiße Königsstellung einwirkte. Es kam zu einer wunderschönen Überlastung der weißen Stellung auf c2.

Damit war der Zwischenstand 1,5 zu 1,5. Es blieb spannend, weil an allen Brettern hart um kleine und größere Vorteile gekämpft wurde.

Leider kam Manuel, der dankenswerterweise an Brett 8 aushalf, deswegen in Nachteil, weil sein Turm im Turm-Läufer-Bauernendspiel sowohl den Bauer auf a4 decken musste als auch das Einbruchsfeld des weißen Turms über g5 nach g7 abwehren musste. Diese Überlastung kostete zunächst einen Bauern und nach dem weiteren Bauernvormarsch dann die Partie.

Helmut an Brett 7 hatte von der Eröffnung bis ins Endspiel eine ausgeglichene Stellung. Als sein Gegner den Damentausch unglücklich abwickelte, gewann Helmut einen Bauern. Das verbliebene Läufer-Bauern-Endspiel war dann klar gewonnen, da einerseits der Bauer ein Mehrbauer war und Helmut den aktiveren Läufer hatte.

Neuer Zwischenstand somit 2,5 zu 2,5

Hans an Brett 2 hatte eine komplexe Stellung, die in der Bewertung nach der Partie kontrovers diskutiert wurde. Hans hatte in der Brettmitte aktives Spiel, während sein Gegner konsequent die h-Linie mit Schwerfiguren besetzte. Da dies fortlaufend mit Mattdrohungen verbunden war, war im Ergebnis die weiße Stellung effektiver, zumal sein Gegner für latente Durchbrüche in der Mitte genügend überdeckt hatte. Die schwarze Stellung war am Ende nicht mehr zu halten.

Damit war Krumbach in Führung.

Stefan an Brett 6 hatte zwischenzeitlich eine Qualität mehr. Diese Qualität hatte sein Gegner „investiert“, weil er damit aktives Gegenspiel bekam statt einer positionellen Ruine, wenn er die Qualität nicht gegeben hätte. Stefan musste dann gegen die heranstürmenden Bauern auf dem Damenflügel eine Figur opfern und hatte dann die undankbare Aufgabe, mit dem Turm gegen das Läuferpaar kämpfen zu müssen. Am Ende entstand eine Art Zugzwangstellung, wobei der Turm den weißen Läufer keine Felder ließ oder der letzte Bauer würde fallen. Remis.

Die spannendste Partie lieferte sich an diesem Tag Pawel an Brett 3 mit seinem Gegner, als ein Turmendspiel mit Bauern entstanden war, wobei Pawel einen direkten Freibauern auf dem Königsflügel hatte. Beide Spieler beherzten dabei die komplexen Grundlagen im Turmendspiel, wonach aktives Spiel unerlässlich ist und senkrechte und waagrechte Sperren beherrscht werden müssen. Schwarz konnte zwar den Freibauern von Pawel auf dem Königsflügel nur unter Turmopfer aufhalten, nur zugleich hatte Schwarz mit zwei Freibauern plus aktivem König auf dem Damenflügel bereits ein taktisches Gegengewicht geschaffen, was wiederum Pawel seinen Turm kostete. Ein für beide Spieler hat erkämpftes Remis.

Damit war unsere knappe Niederlage besiegelt.

1. Runde am 22.10.17 |
1 SK Krumbach DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 4½ – 3½
1 1 Jussupow, Nadia 2097 1 King, Alexander 2060 ½ – ½
2 3 Lutz, Albert 2067 2 Hornung, Hans, Dr. 1981 1 – 0
3 4 Link, Ulrich, Dr. 1990 3 Poniatowski, Pawel 2079 ½ – ½
4 5 Maurer, Rainer 1855 5 Kölbl, Jonathan 1904 0 – 1
5 6 Riedel, Lutz 1908 6 Heinrich, Lorenz 1922 1 – 0
6 7 Gulde, Josef 1780 7 Winterkamp, Stefan 1910 ½ – ½
7 8 Schaumann, Eugen 1688 8 Heinrich, Helmut 1870 0 – 1
8 10 Fischer, Ernst 1846 11 Jahn, Manuel 1767 1 – 0
Schnitt: 1903 Schnitt: 1936

Alle Ergebnisse:

1. Runde am 22.10.17 |
1 SK Krumbach SK Klosterlechfeld 4½ – 3½
2 SF Augsburg BC Aichach 1917 6½ – 1½
3 SC Königsbrunn SC Friedberg 2½ – 5½
4 Post-SV Memmingen SC Kempten 1878 6½ – 1½

Schwabenliga 1       2017/2018

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SF Augsburg ** 2 – 0 6,5 – 1,5
1. Post-SV Memmingen ** 2 – 0 6,5 – 1,5
3. SC Friedberg ** 2 – 0 5,5 – 2,5
4. SK Krumbach ** 2 – 0 4,5 – 3,5
5. SK Klosterlechfeld ** 0 – 2 3,5 – 4,5
6. SC Königsbrunn ** 0 – 2 2,5 – 5,5
7. SC Kempten 1878 ** 0 – 2 1,5 – 6,5
7. BC Aichach 1917 ** 0 – 2 1,5 – 6,5

Spannende Vereinsmeisterschaft

Zu der diesjährigen Vereinsmeisterschaft hatten sich 9 Spieler angemeldet. Diese spielten in 5 Runden mit 45 Bedenkzeit je Spieler die Meisterschaft aus.

Es sollte sich bald zeigen, dass es keinen klaren Favoriten gab und gleich fünf Spieler um den Vereinsmeistertitel kämpften. In der letzten Runde kam es schließlich zum großen Showdown:

Wolfgang legte mit einem Sieg und 3,5 Gesamtpunkten vor.

Manuel hatte Hans „auf der Pfanne“, aber die knappe Restbedenkzeit zwang ihn zum Remis einzuwilligen. Beide blieben ebenfalls bei 3,5 Punkten stehen.

Zeitgleich hatte Stefan den Alex ein paar wenige Züge vor dem Matt, aber bei ihm fiel das Blättchen zum Remis.

Das Unentschieden reichte Alex um aufgrund seiner besseren Wertung an den anderen Punktgleichen vorbeizuziehen und sich letztlich verdient den Vereinsmeistertitel 2017 zu sichern.

  1. Alexander King                     3,5 Punkte      10,75 Wertungspunkte
  2. Hans Hornung                       3,5                   8,00
  3. Manuel Jahn                           3,5                   6,75
  4. Wolfgang Kölbl                      3,5                   5,75
  5. Stefan Winterkamp                3,0                   8,00
  6. Florian Kaspar                        3,0                   5,00
  7. Joshua Nebel                          2,0                   2,50
  8. Jonathan Weber                     2,0                   2,00
  9. David Nebel                           1,0                   2,00

 

Sommerpause überbrückt

 Die lange, lange Sommerpause hat so mancher Lechfelder Spieler mit einem Open überbrückt:

AFRO, Kriegshaber:

  1. Platz für Alexander King in Gruppe A (3,5 Punkte, 7 Runden, 111 Teilnehmer)
  2. Platz für Wolfgang Kölbl in Gruppe B (6 Punkte, 7 Runden, 96 Teilnehmer)

SILBERPOKAL, Bad Aibling:

  1. Platz für Hans Hornung (5 Punkte, 7 Runden, 130 Teilnehmer)

ZIRNDORFCUP:

  1. Platz für Alexander King (4,5 Punkte, 7 Runden, 76 Teilnehmer)

AMMERSEE-Schnellschach Pokal:

  1. Platz für Hans Hornung (4,5 Punkte, 7 Runden, 48 Teilnehmer)
  2. Platz für Helmut Heinrich (3,5 Punkte)

Aufstieg in die Schwabenliga I gegen Mindelheim 6:2 erkämpft

Vor der letzten Runde der Schwabenliga II-Süd war die Ausgangslage so, dass vier Mannschaften punktgleich die Chance auf den Aufstieg hatten. Im Verhältnis zwischen Mindelheim und Klosterlechfeld war es ein direktes Kräftemessen. Als „Fernduell“ waren zugleich die Schachfreunde auf Kaufbeuren und Bad Grönenbach mit im Rennen.

Schon bei der Anfahrt waren die wehrhaften Zinnen der Mindelburg zu sehen; es war klar: dieser Mannschaftskampf wird kein Zuckerschlecken und schon gar niemals nicht ein Wunschkonzert. Alle Mannen gingen konzentriert an die jeweilige Schachpartie, da allen die geschilderte Ausgangslage klar war.

An Brett 8 zeigte Pawel enorme Stärke, als er mit einem Scheinopfer begann, die Schwierigkeiten in der weißen Stellung aufzuzeigen. Dieser positionelle Vorteil verstärkte sich nach dem Abtausch des weißfeldrigen Deckungsläufers und dem Öffnen der Stellung auf der Königsseite. Letztlich kam es zu einem erfolgreichen Mattangriff.

Karsten an Brett 5 kämpfte gegen eine sog. Betoneröffnung, die dann zum Tausch im Zentrum führt. Die Spieler einigten sich auf ein Remis. Es ist schwierig, in diesen positionell sicheren Eröffnungen einen Vorteil zu erarbeiten.

Ähnlich war es bei Jonathan an Brett 3, wo beide Spieler im Igelsystem die Waagschale im Lot hielten. Auch hier einigte man sich auf ein Remis. Auch im „Igel“ bewegt man sich meist wechselseitig mit gleichen Angriffs- und Verteidigungsressourcen.

Hans an Brett 2 spielte gezielt nach vorne und konnte in günstiger Stellung ein Figurenopfer wagen. Um den Angriff zu forcieren, opferte Hans sogar noch einen Turm. Sein Mut, -und seine gute Angriffsstellung-, wurden belohnt, als sein Gegner in schwieriger Stellung die Zeit überschritt.

Stefan an Brett 4 kam umgekehrt unter Druck, als sein Gegner mit dem Bauernzug nach g6 die Deckung der schwarzen Stellung hinterfragte. Letztlich war dieser Druck zu stark und nicht mehr zu verteidigen.

Damit war der Zwischenstand 3:2. Die letzten drei Parteien mussten zeigen, wohin das Pendel gehen würde.

Lorenz am sechsten Brett konnte eine positionelle überlegene Stellung erreichen, nur verteidigte sich sein Gegner sehr gekonnt. Die Entscheidung fiel erst nach der Zeitkontrolle, als sein Gegner den positionellen Druck durch den Damentausch abschütteln wollte. Dieser Abtausch ließ zugleich eine taktische Abwicklung zu, die technisch leicht gewonnen wäre. Sein Gegner gab nach dem taktischen Trick sofort auf.

Helmut an Brett 7 konnte mit seiner gewohnten Eröffnung einen Bauern im Mittelspiel erobern. Im verbleibenden Turmendspiel hatte er zudem den Vorteil, dass sowohl sein Turm und sein König aktiver standen. Helmut konnte diesen Stellungsvorteil sicher in einen Gewinn umsetzen.

Am Spitzbrett musste nach der Zeitkontrolle und Zeitnot die Stellung erst nachgespielt werden, inwieweit Alexander die geforderten 40 Züge erreicht hatte, da sein Gegner überschreiten der Zeit reklamiert hatte. Nach dem Nachspielen war klar, dass Alexander die 40 Züge in der 2-Std.-Vorgabe erfüllt hatte. Die Stellung war für Alexander sehr vorteilhaft, da sein Gegner in einer Kombination einen Zwischentausch übersehen hatte. Somit hatte Alexander die Dame plus verbundene Freibauern gegen zwei Türme und nur ein Bauer, der zudem von der weißen Dame nachhaltig blockiert war. Ferner war der gegnerische König im „Niemandsland“ abgeschnitten, so dass sich die schwarzen Türme auch dauernd gegenseitig gedeckt halten mussten. Alexander gewann dieses Endspiel souverän.

Es war klar, dass der Sieg mit 6:2 das direkte Aufstiegsduell entschieden hatte. Unklar war unmittelbar nach der letzten Partie, inwieweit es über die genannten „Fernduelle“ zum Aufstieg reichte oder nicht gereichte. Im Spiellokal selbst ist während den Partien Handyverbot.

Auf dem Parkplatz wurde dann klar, dass wir mit dem „Erstürmen der Mindelburg“ es auf der Zielgeraden geschafft hatten, in die Schwabenliga I wieder aufzusteigen. Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen sowie einer anstrengenden letzten Runde. Das oftmalige Pech in bestimmten Partien wurde somit in ein glückliches Ende für uns verwandelt.

Einzelergebnisse:

4 TSV Mindelheim DWZ SK Klosterlechfeld DWZ 2 – 6
1 1 Sirch, Franz 2116 1 King, Alexander 2066 0 – 1
2 2 Magg, Christian 2036 2 Hornung, Hans, Dr. 2032 0 – 1
3 3 Frei, Robert 1855 4 Kölbl, Jonathan 1954 ½ – ½
4 4 Specht, Helmut 1828 5 Winterkamp, Stefan 1938 1 – 0
5 5 Zipproth, Thomas 1783 6 Birnbaum, Karsten 1908 ½ – ½
6 6 Kallweit, Horst 1770 7 Heinrich, Lorenz 1916 0 – 1
7 7 Hagen, Wolfgang 1710 8 Heinrich, Helmut 1871 0 – 1
8 8 Schumertl, Wolfgang 1674 11 Poniatowski, Pawel 0 – 1
Schnitt: 1846 Schnitt: 1955
 

7. Runde am 30.04.17 |
1 SF Bad Grönenbach SK Buchloe 3 – 5
2 SC Sonthofen SC Dietmannsried 6 – 2
3 SC Kaufbeuren 1892 SF Buchenberg 5 – 3
4 TSV Mindelheim SK Klosterlechfeld 2 – 6

 

Schwabenliga 2 Süd 2016/2017

Abschlusstabelle:

Rang Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 MPkt BPkt
1. SK Klosterlechfeld ** 6 3 4 6 11 – 3 34,5 – 21,5
2. SC Kaufbeuren 1892 ** 5 5 6 4 11 – 3 33,5 – 22,5
3. TSV Mindelheim 2 ** 4 5 7 9 – 5 32,5 – 23,5
4. SF Bad Grönenbach 5 4 ** 3 5 6 9 – 5 31,0 – 25,0
5. SK Buchloe 3 5 ** 4 7 – 7 31,0 – 25,0
6. SF Buchenberg 4 3 3 3 4 ** 5 6 – 8 26,5 – 29,5
7. SC Sonthofen 2 2 1 ** 6 2 – 12 19,5 – 36,5
8. SC Dietmannsried 4 2 3 2 ** 1 – 13 15,5 – 40,5

 

Titel fürs Osternest erkämpft

Im Mittelschwäbischen Mannschaftspokal

Im Mittelschwäbischen Mannschaftspokal trafen wir am 8. April 2017 zuhause auf unsere Schachfreunde aus Buchloe. Es war klar, dass es ein klassischer Pokalkampf werden würde.

Zunächst mussten wir kurzfristig umdisponieren: Für Alexander sprang Helmut ein. Zudem hatte unser Käp’t’n die Reihenfolge der Aufstellung aus mannschaftstaktischen Gründen leicht geändert, was ja im Pokal möglich ist. Stefan wünschte sich für den Verein den Mannschaftspokal im Osternest.

Lorenz an Brett 2 hatte das Glück, auf eine „klassische“ Eröffnung zu treffen, die Lorenz bestens kennt. Schwarz war einen Moment unachtsam und Lorenz konnte mit einem Scheinopfer auf f7 einen Bauern erobern. Dieser Bauerngewinn war nicht nur kompensationslos für Schwarz, auch dessen Königsstellung in der Mitte ist für das Mittelspiel schwierig. Trotz harter Gegenwehr konnte Lorenz den Vorteil in der Stellung Stück für Stück, genauer Zug für Zug, nachweisen.

Hans spielte am Spitzenbrett gewohnt eine streng positionelle Eröffnung. Was für eine Eröffnung herauskam, war für den Berichterstatter nicht ganz klar: war es ein angedeutetes Nilpferd oder ein halber Igel? Egal: auf jeden Fall entstand eine hochkomplexe Stellung, da Hans die Dame gewann, jedoch im Tausch gegen Turm und Figur. Es ist dann die Frage: kann die Dame wirksam Drohungen aufbauen oder erreichen die Mehrfiguren im Zusammenspiel die Überhand? Hans fand eine perfekte Lösung, indem er zunächst seinen Springer ins Zentrum bringen konnte, was zu einem Qualitätsgewinn führte. Dieser neu entstandene Konstellation in der rechnerischen Gewichtung der Figuren eröffnete die Möglichkeit, dass er dann im Endspiel seine Dame gegen den Turm geben konnte, weil er zugleich mit einem genialen Zwischenzug, , genauer Zwischenschach, einen Springer und einen Läufer gewann. Damit hatte er im Endspiel zwei Läufer gegen einen Springer. Damit stand es für uns 2:0.

Stefan hatte auf Brett 3 die Eröffnung sehr überzeugend gespielt und einen klaren Vorteil erreicht, zumal der schwarze König in der Mitte festhing. Sein Gegner fand noch einen trickreichen Zwischenzug, der nach Abtausch aller Schwerfiguren zu einem Endspiel führte, bei dem sein Gegner den entfernten Freibauern hatte und Stefan als Kompensation die Mehrheit der Bauern im Zentrum und auf dem Damenflügel. Gerade diese Mehrheit der Bauern im Zentrum führte dann zu einem überragenden Bauerndurchbruch: Schwarz befand sich zwar im Quadrat des Freibauern, nur war sein eigener Bauer auf d6 die Blockade des eigenen Königs. Es stand somit 3:0.

Helmut an Brett 4 hatte ein Endspiel mit jeweils zwei Türmen und Bauern erreicht. Es war klar, dass die Stellung Remis ist, wenn keiner der beiden einen Gewinnversuch unternahm. Wenn Helmut hätte auf Gewinn spielen wollen, hätte er dafür die Bauern auf dem Damenflügel hergeben müssen, um dafür im Zentrum mit König und, soweit möglich, mit Bauer aktiv zu werden. Aufgrund des obigen Zwischenstandes gab es keinen Grund, der Sache auf den Grund zu gehen. Remis.

Der Mannschaftssieg mit 3,5 zu 0,5 ist sicherlich etwas zu hoch ausgefallen, da gerade bei umkämpften Partien es oft an Kleinigkeiten liegt, wieso dann eine Partie gewonnen oder verloren wird. Heute haben wir unsere Chancen erfolgreich verwertet.

Alexander King tut es wieder

In den letzten Jahren hat Alexander King schon mehrmals den mittelschwäbischen Dähnepokal gewonnen und er hat es auch in dieser Saison getan:

Im Halbfinale besiegte er den Buchloer Leonhard Bail und musste im Endspiel gegen Wolfgang Kolb aus Königsbrunn antreten. Das Spiel endete remis und ein Stichkampf mit Blitzpartien musste entscheiden. Hier setzte sich Alex souverän mit 2:0 durch.

GRATULATION!